Meine Persönliche Geschichte

wie ich nach einem Genickbruch Yogalehrerin wurde

Mit Karacho werde ich quasi aus meinem bis dato ziemlich perfekten Leben katapultiert. Ein Unfall in einem Taxi stellt Anfang 2007 mein Leben komplett auf den Kopf.

Dankbarkeit, dass ich mich überhaupt bewegen kann, ist nach der Diagnose "Genickbruch" und die Aussicht auf "schlimmstenfalls ein hoher Querschnitt" meine Motivation, wieder ganz gesund zu werden. 

Auch wenn es über ein Jahr dauert bis ich nach  Krankenhaus- und Reha-Aufenthalten und drei Monaten "Gefangenschaft" im Halofixateur wieder hergestellt bin, hätte meine Geschichte ganz anders ausgehen können.

Meine Mama ist immer an meiner Seite

Nach dieser Zeit ist klar, dass ich nicht mehr in unser Familienunternehmen zurückkehre und irgendwann das Autohaus meiner Eltern in 5. Generation weiterführe. Das war jedenfalls vor dem 28.1.2007 der Plan.

Da ich am eigenen Leib erfahre, wie schnell ein selbstbestimmtes Leben vorbei sein kann, bin ich Ende 2007 Gründungsmitglied des gemeinnützigen Vereins Goals for Kids e.V. der benachteiligte Kinder in Ingolstadt unterstützt und übernehme 2010 den 1.Vorsitz meines Herzensprojekts. Die Auszeichnung mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2021 "krönt" meine ehrenamtliche Arbeit.

Mit der unerwarteten Schwangerschaft und der Geburt meiner Tochter Lena Marie im Frühjahr 2008 habe ich in dieser schweren Zeit wirklich nicht gerechnet. Unser großes Glück.

Ich tue alles, um wieder gesund zu werden

Mein Yogaweg

Vor 2007 praktiziere ich Yoga als Ausgleich zu schweißtreibenden Stunden im Fitnessstudio.
In der Reha stehen dann Yogaübungen als tägliches Training für mehr Beweglichkeit auf meinem Programm.Ich weiß nicht mehr wie viele Stunden ich im herabschauenden Hund verbringe.

Durch einen Zufall erfahre ich Anfang 2008 vom 1. YogaKids-TeacherTraining einer bekannten amerikanischen Lehrerin in Europa. Mehr aus eigenem Interesse fahr ich ziemlich blauäuig zum mehrtägigen Workshop an den Chiemsee, um einfach mal etwas ganz anderes und etwas ganz neues zu tun.

Zurück in Ingolstadt ermutigt mich meine Lehrerin Karin Seelus die große Yogaausbildung mit über 520 Unterrichtseinheiten zu absolvieren. 
Im Frühjahr 2009 beginnt für mich dann die große Reise in die Welt der jahrtausendealten Tradition des Yoga. Bis heute ein für mich sehr faszinierender und zeitloser Lebensweg Körper, Geist und Seele zu vereinen.

I 

Geschafft! Ich bin zertifizierte Yogalehrerin

Ich habe selbst erfahren, dass Yoga weit mehr als körperliche Betätigung ist. Dank Yoga bin ich wieder beweglich und habe sehr viel über das Zusammenspiel von Körper und Psyche gelernt. 

Die "Königsasana" den Kopfstand habe ich dann irgendwann einfach gemacht. Ein Glücksmoment, der bis heute nicht zu beschreiben ist und den ich nie vergessen werde.

Mama, nicht hinschauen!

Startschuss für YOGAme

Bereits 2010 fange ich während meiner Ausbildung an, Freunde und Bekannte zum gemeinsamen Üben in den neu gestalteten heimischen Keller einzuladen. Kurz darauf wird mir klar, dass das der Beginn von Plan B und einem neuen Lebensabschnitts ist. Daran ändert auch der plötzliche Tod meines geliebten Papas im Frühjahr 2010 nichts.

Mit der Gründung meines eigenen Studios YOGAme wird für mich ein Traum wahr.
Yoga auf lebensnahe Art weitergeben und gleichzeitig einen wunderbaren Ort zu schaffen, an dem man seine Auszeit in vollen Zügen genießen kann. Das ist es!

Zuhause im Untergeschoss fängt alles an.

2012 kommt meine zweite Tochter Annabell auf die Welt. Wir beide haben bei der Geburt wieder unheimlich viel Glück und viele Schutzengel an unserer Seite. Auch in dieser besonderen Zeit ist Yoga für mich selbst eine große Stütze und Bereicherung.

Heute

Seit über 12 Jahren gibt es YOGAme. Die Freude an der Bewegung und die Begeisterung diese weiterzugeben ist ungebrochen. Ich bin davon überzeugt, dass die Verbindung zu und mit sich selbst das Fundament für mentale Stärke und einen bewussten und ausgewogenen Lebensstil ist. 

Dass ich jemals als Yogalehrerin tätig und erfolgreich bin, hätte ich mir nie träumen lassen. Gott sei Dank bin ich dank der richtigen Ärzte, Therapeuten und Yoga heute nahezu beschwerdefrei.

Mit meiner Geschichte möchte ich jede*n ermutigen, nie aufzuhören zu träumen, an das bestmögliche in jeder Lebenssituation zu glauben und sich neuem zu öffnen.

Das Leben hält so viele Überraschungen bereit und das, was wir immer suchen, ist bereits da!

Wish it, Dream it, Do it.

Steffi 2021