SteffI´s Ganze Geschichte

meine persönliche Geschichte "wie ich nach einem Genickbruch Yogalehrerin wurde" Soll Mut machen. 

Genickbruch überlebt und ein Baby dazu

Als ich 2007 bei einem folgenschweren Unfall in einem Taxi einen Genickbruch erlitt (3fache Altas- und 1fache Axisfraktur) war es die Freude an der Bewegung - dass ich mich überhaupt bewegen kann- die mich motivierte auf schnellstem Wege wieder ganz gesund zu werden. Auch wenn es über ein Jahr dauerte bis ich nach längeren Krankenhaus- und Reha-Aufenthalten wieder soweit hergestellt war, war ich meinen vielen Schutzengeln sehr dankbar, denn es hätte auch ganz anders ausgehen können.

Nach dem Unfall war klar, dass ich nicht in meinen alten Beruf zurück in die Marketingabteilung gehe und irgendwann das Autohaus meiner Eltern in 5. Generation weiterführe. Das war jedenfalls vor dem 28.1.2007 der Plan.

Die darauffolgende Schwangerschaft und die Geburt meiner Tochter Lena Marie im Frühjahr 2008 waren das nächste Wunder. Damit hatte ich in dieser schweren Zeit nie gerechnet - es sollte wohl alles so sein.

Im Jahr 2007 wurde auch mein Herzensprojekt der gemeinnützige Verein Goals for Kids e.V. gegründet, der benachteiligte und schwerkranke Kinder in Ingolstadt unterstützt. Ich habe ja selbst erfahren, wie schnell es gehen kann, dass ein selbstbestimmtes Leben nicht mehr möglich ist. Seit 2010 bin ich 1.Vorsitzende des Vereins, der in seiner Wirkungsweise einmalig ist. Mehr Infos: www.goalsforkids.de.

Mein Yogaweg

Ich habe vor 2007 Yoga praktiziert - mehr als Ausgleich nach schweißtreibenden Stunden im Fitnessstudio. Auf der Reha habe ich dann von meiner betreuenden Physiotherapeutin, Pilates-und Yogalehrerin Annemarie ein paar Yogaübungen als tägliches Training für mehr Beweglichkeit bekommen. Ich weiß nicht mehr wie viele Stunden ich im herabschauenden Hund verbrachte.

Durch einen Zufall erfuhr ich Anfang 2008 vom 1. YogaKids-TeacherTraining von der bekannten amerikanischen Kinderyogalehrerin Marsha Wenig in Europa. Mehr aus eigenem Interesse fuhr ich zum 4-tägigen Workshop an den Chiemsee um einfach mal etwas ganz anderes und etwas ganz neues zu tun.

Zurück in Ingolstadt ermutigte mich meine Yogalehrerin Karin Seelus die große Yogalehrerausbildung mit über 520 Unterrichtseinheiten bei Samhita Yoga in Ingolstadt zu absolvieren. Gesagt, getan. Im Frühjahr 2009 begann für mich dann die große Reise in die Welt der jahrtausendealten Tradition des (Hatha)Yoga, die ursprüngliche Form des Yoga. Bis heute ein für mich sehr faszinierender Lebensweg mit dem Ziel Körper, Geist und Seele zu vereinen.

B.K.S. Iyengar, einer der bekanntesten Yogalehrer weltweit, hat es so beschrieben: „Man kann den Wert von Yoga nicht beschreiben, man muss ihn erfahren." Ich habe es dann am eigenen Leib erfahren, dass Yoga weit mehr als körperliche Betätigung ist. Durch Yoga bin ich wieder beweglich geworden und habe viel über das Zusammenspiel von Körper und Geist gelernt.

YOGAme

Bereits 2010 fing ich während meiner Ausbildung an Freunde und Bekannte zum gemeinsamen Üben einzuladen. Irgendwann wurde mir klar, dass das der Beginn von Plan B und eines neuen Lebensabschnitts war.

Mit der Gründung von meinem eigenen Studio YOGAme in Ingolstadt wurde für mich dann ein Traum wahr: Yoga auf lebensnahe Art weiterzugeben und gleichzeitig einen wunderbaren Ort zu schaffen, an dem man sich zurückziehen und seine Auszeit in vollen Zügen genießen kann. Gleichzeitig etwas tun und weitergeben, was einem selbst so gut tut und so viel bewirkt hat.

2012 kam dann meine zweite Tochter Annabell auf die Welt. Auch in dieser besonderen Zeit war Yoga eine große Unterstützung und Bereicherung für mich.

Seit über 7 Jahren gibt es YOGAme und die Freude an der Bewegung und die Begeisterung diese weiterzugeben ist ungebrochen. Ich bin auch heute noch davon überzeugt, dass positive Gedanken und mentale Stärke Berge versetzen können und Unmögliches möglich machen.

Dass ich jemals wieder einen Kopf- oder Schulterstand machen kann oder als Yogalehrerin erfolgreich bin, hätte ich mir vor 10 Jahren nie träumen lassen. Ein Arzt sagte damals, dass er es mir nicht sagen könne, ob ich meinen Kopf wieder richtig bewegen könne oder ob mir Kopfschmerzen bleiben. Gott sei Dank bin ich -dank der richtigen Ärzte, wunderbaren Therapeuten und Yoga - heute nahezu beschwerdefrei.

Mit meiner Geschichte möchte ich jeden ermutigen nie aufzuhören zu träumen, an das Bestmöglichste in jeder Lebenssituation zu glauben und sich Neuem zu öffnen.

Wish it, Dream it, Do it.

Steffi, im Juli 2017